Die Masjid Abdul Gafoor Moschee in Singapur

Die Masjid Abdul Gaffoor Moschee oder Abdul Gafoor Moschee liegt im ruhigen Teil Little Indias. Erbaut wurde sie von und für die tamilischen Bewohner der Stadt. Seit 1979 ist die Moschee ist ein nationales Denkmal der Stadt Singapur. Sie ist berühmt für die über dem Haupteingang befindliche 25-strahlige Sonnenuhr. Diese berühmte Sonnenuhr symbolisiert die 25 erwählten islamischen Propheten.

Geschichte der Abdul Gafoor Moschee

Ihren Namen hat die im Jahr 1910 fertig gestellte Moschee von ihrem Gründer Shaik Abdul Gafoor bin Shaik Hyder 1. Der tamilische Hindu war damals Prokurist einer großen Anwaltskanzlei in Singapur. Er war zudem ein sehr reicher Mann mit großem Einfluss. In der Dunlop Street, wo die Gafoor Moschee steht, befand sich schon 1859 eine Moschee. Diese Moschee wurde von den frühen indischen Muslimen Singapurs erbaut. Sie war aus Holz und hatte ein Ziegeldach. Im Jahr 1907 wurde der Plan, eine neue größere und schönere Moschee zu bauen, Wirklichkeit. Die neue Masjid Abdul Gaffoor Moschee hat eine Grundfläche von knapp 2.500 qm und bietet Platz für 4000 Menschen. Für viele Besucher ist sie die schönste Moschee Singapurs.

Architektur

Schon die Form der Moschee ist außergewöhnlich. Sie verbindet sarazenische und römische Baustile, die Dekoration weist islamische und klassische westliche Motive auf. Reich verzierte Balustraden und Veranden umgeben sie von allen Seiten. Unzählige Minarette und Zwiebeltürmchen schmücken sie. Die zwiebelförmige Kuppel mit Stern und Halbmond erhebt sich über einem sechseckigen Turm mit farbigen Glasfenstern. An den vier Ecken des Gebäudes befinden sich auffällige Säulen im korinthischen Stil, Der Haupteingang zur Gebetshalle mit seinen gewölbten Öffnungen ist reich verziert. Über dem Tor befindet sich eine Tafel mit kaligrafischen Inschriften, darüber die berühmte Sonnenuhr mit den 25 Strahlen.

Im Inneren der Gebetshalle findet sich ein Paneel mit einem Text aus dem Koran, viele kalligraphische Bilder und feine Glasmalerei. Die Mihrāb ist dreistufig und ebenfalls reich verziert. Seit den umfangreichen Renovierungsarbeiten von 1994 bis 2003 erstrahlt die Abdul Gafoor Moschee heute in gelb und grün und zieht außer den meist tamilischen Gläubigen auch Besucher und Touristen aus aller Welt an.

Tipp

Das beliebte Viertel Kampong Glam ist nur ein Katzensprung entfernt. Das Viertel war einst Mittelpunkt der arabischen Händler. Die Arab Street, Mittelpunkt dieses Viertels, ist nicht weit von der Abdul Gafoor Moschee entfernt. Bei gutem Wetter lohnt sich der kurze Fußweg entlang der vielen kleinen Geschäfte und Restaurants. Nach 10 – 15 Minuten hast Du die Masjid Sultan Moschee erreicht. Oder Du nimmst die MRT, Singapurs U-Bahn und Metro und fährst bis zur MRT-Station Bugis.

So kommst Du zur Abdul Gafoor Moschee

Die tamilische Moschee liegt in an der Dunlop Street in Singapurs Little India. Sie liegt etwas abseits von den typischen Attraktionen Little Indias. Du gelangst am einfachsten mit dem Taxi dorthin. Wenn Du die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen wollt, kommst Du mit der MRT, Singapurs U-Bahn oder mit dem Bus nach Little India.

Am schnellsten geht es mit der MRT, Singapurs U-Bahn und Metro. Nimm die North East Line (NE, violett) bis zur MRT-Station Little India. So kannst Du auf dem Weg zur Moschee noch weitere Eindrücke von Little India sammeln und in das ein oder andere Shopping-Center gehen. Mit der Downton Line (DT, blau) kommst Du bis zur MRT-Station Rochor näher an die Moschee. Allerdings ist der Fußweg nicht so sehenswert.

Das könnte Dich auch noch interessieren

Little India von Singapur:
Singapurs farbenfrohes Stadtviertel
Ein Artikel zu Singapurs Chinatown:

Chinatown mit den Sinnen erleben
Ein Artikel zu einem der vielen Tempel in Chinatown:
Buddha Tooth Relic Temple und Museum (Zahntempel)
Menü