Chinesisches Neujahr in Singapur – ein Erlebnis

Das chinesische Neujahr ist eines der farbenfrohesten und stimmungsvollsten Ereignisse der Welt und löst überall auf dem Erdball große und kleine Feiern aus. Von überall aus der Welt kommen Chinesen zusammen, um mit ihren Verwandten und Freunden die Neujahrs-Festlichkeiten gemeinsam zu feiern. Das Fest des Wiedersehens ist der Höhepunkt des Jahres und wird ausgiebig und lange zelebriert.

Das chinesische Neujahrsfest wird vor allem in Ostasien gefeiert. Aber auch in anderen Ländern mit großem Anteil an Auslandschinesen wird das chinesische Neujahr ausgelassen gefeiert. Im Gegensatz zu den Neujahrs-Feierlichkeiten, die immer zwischen dem 31. Dezember und dem 1. Januar um Mitternacht stattfinden, variiert das chinesische Neujahr jedes Jahr. Denn das Neujahrsfest richtet sich nach dem chinesischem Bauern- oder Mondkalender. Traditionell zum Neumond zwischen dem 21. Januar und 20. Februar eines Jahres gibt es ein Spektakel zu bewundern, das gleichermaßen Einwohner und Touristen fasziniert.

Jedes Neujahr bringt ein anderes Tierkreiszeichen

Das chinesische Neujahrsfest richtet sich, damals wie heute, nach dem traditionellen chinesischen Kalender. Auch heute wird dieser Kalender zur Bestimmung der traditionellen chinesischen Festtage genutzt. In der chinesischen Astrologie dient der chinesische Kalender als Grundlage für die verschiedenen Tierkreiszeichen. Die chinesische Astrologie kennt 12 Tierkreiszeichen, die sich im Rhythmus von 60 Jahren wiederholen.

Wenn ihr gerade in Singapur unterwegs seid, dann nutzt die Zeit, um Euch die Festlichkeiten anzuschauen und bei den vielen farbenprächtigen Umzügen zuzuschauen. Wo sonst, als in Singapurs Chinatown lohnt es sich, diesem Fest als Tourist und Zuschauer beizuwohnen und in die chinesische Kultur einzutauchen.

Zwischen Tradition und Moderne

Zu Neujahr ist es für Chinesen Tradition, in ihre Heimatdörfer und Provinzen für jene Feierlichkeiten zurückzukehren. In China herrscht quasi Stillstand. Fabriken und Produktionen stehen still. Viele Projekte werden unterbrochen oder auf die Zeit nach dem Neujahrsfest verschoben. Hier trifft Tradition auf Moderne: das Land China scheint still zu stehen, nichts bremst sämtliche Tätigkeiten so sehr wie das Neujahr und die damit verbundenen langen Festlichkeiten. Alleine 200 Millionen Wanderarbeiter kehren aus den Wirtschaftsmetropolen in ihre Heimat zurück, um 15 Tage lang zu feiern. In den vergangenen Jahren wurden bis zu einer Milliarde Menschen gezählt, die zum chinesischen Neujahrsfest ihre Verwandten und Freunde besucht haben. Die Feierlichkeiten enden mit dem Laternenfest. Bei Kindern ist der Besuch bei Verwandten sehr beliebt, da sie von den Älteren Geschenke, meistens in Form von Geld, erhalten.

Bereits vor dem eigentlich Fest stehen der traditionelle Hausputz und das anschließende Schmücken mit roten Laternen an. Diese roten Laternen werden mit Papierbändern versehen, auf denen Glücksbotschaften und Neujahrssprüche geschrieben werden. Während des Neujahrsfestes soll es Glück bringen, Fenster und Türen zu öffnen. So wird dem Glück der Weg ins Haus geleuchtet. Die Legende besagt aber auch, dass während des chinesischem Neujahrsfestes, übrigens auch Frühlingsfest genannt, so manches Unglück bringen: neue Schuhe zu kaufen oder die Haare schneiden zu lassen. Denn beide chinesische Wörter stehen für das Böse, beziehungsweise das Unglück.

Singapur als Nonplusultra

In Singapur gibt es eine große chinesische Gemeinde. In und um Chinatown finden prächtige Paraden, Feierlichkeiten und Straßenumzüge statt. Die Straßen, Geschäfte, MRT-Stationen und Busse sind besonders geschmückt und mit Folien beklebt. Von Jahr zu Jahr bemühen sich Singapurs Veranstalter darum, neue Rekorde für die größten Skulpturen und Paraden zu brechen. Abgerundet werden die Straßenumzüge von einem Feuerwerk.

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